

Gonzerath,
das 1290 erstmals urkundlich erwähnt wurde, als der Trierer Erzbischof
dem Vogt Johann von Hunolstein den Zehnten von Gonzerath zu Lehen gab,
hatte 1787 erst 215 Einwohner. So ist es nicht verwunderlich, dass Gonzerath
erst 1836 zur Pfarrei erhoben wurde. Bis zu diesem Jahr war der Ort stets
Filiale der Pfarrei Bischofsdhron. Eine Kapelle von Guntzerod ist aber
schon in einer Verordnung des Trierer Erzbischofs Cuno von Falkenstein
im Jahre 1374 erwähnt. In dieser Verordnung wird ein abwechselnder Gottesdienst
in den einzelnen Filialgemeinden vorgeschrieben. Die Kapelle von Guntzert
hatte 1569 nach einem Visitationsbericht "ein Altar, einen Kelch, einen
eigenen Friedhof und an jedem zweiten Sonntag durch den Kaplan von Bischofsdhron
Gottesdienst" (de Lorenzi, Geschichte der Pfarreien). In diesem Bericht
wird der hl. Bischof Valerius von Trier als Patron der Kapelle genannt.
1669 werden dann "der hl. Abt Antonius (er war eigentlich kein Ordens- |
vorsteher, obwohl er später den Beinamen „Abt“ bekam) und Valerius als Patrone von Gontzert bezeichnet" (de Lorenzi). Während der Kaplan von Bischofsdhron 1569 zwei Malter Korn für seinen Dienst erhielt, hatte er 1669 ein Sechstel des Zehnten. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Kapelle schwere Schäden. So befahl 1656 der Visitator die Anschaffung neuer Paramente. 1716 wurde die Kapelle neu erbaut; 1880 musste sie dem Neubau der heutigen Kirche weichen. |